Weltkulturerbe

Im Jahr 2000 wurde die Kulturlandschaft Wachau mit den Stiften Melk und Göttweig und der Altstadt von Krems in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen.
Die Wachau ist eine etwas über 30 km lange Flusslandschaft zwischen Krems an der Donau und Melk, und entsteht als Durchbruchstal der Donau durch die Böhmische Masse, rechnet sich also als Randzone zum österreichischen Granit- und Gneishochland. Die höchsten Erhebungen sind der Jauerling (960 m) und Sandl (723 m). Die Wachau liegt an der Grenze von zwei niederösterreichischen Viertelslandschaften, wobei der Süden zum Mostviertel und der Norden zum Waldviertel gehört. Zu ihr gehört auch das Donauseitental Spitzer Graben.

Wein

Die Wachauer Weine sind weltweit für ihre hervorragende Qualität bekannt. Die Tradition des Weinanbaus findet ihren Ursprung bereits zur Zeit der römischen Besiedelung der Wachau und erfährt unter der Herrschaft der Karolinger eine erste Blütezeit. Im Mittelalter sind die Wachauer Weine schon weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Falls Sie eine Affinität zu Wein haben, bietet Ihnen die Wachau viele Möglichkeiten, Ihren Interessen nachzugehen.
Aber nicht nur die Wachauer Weine sind eine Verkostung wert; auch die nahegelegenen Regionen Kremstal, Kamptal und Traisental gehören zu jeder Weinreise in NÖ dazu.

Marillen

Die Chinesen kannten die Marille schon 3000-2000 v. Chr. Der Ausbreitungsweg in Westeuropa dürfte über Italien, Spanien, Frankreich erfolgt sein, während die Donauländer nach neueren Forschungen die Marille über den Pontus und den Donauweg erhielten. Der bisher älteste Nachweis für den Ausdruck Marille „Maryln“ im Donaugebiet findet sich in einer Briefsammlung des Starhembergischen Archives in Eferding bei Linz. (Brief vom 23.7.1509) In den Kapitularien Karl`s des Grossen, die alle damals in Kultur befindlichen Obstarten anführen, finden wir die Marille nicht eigens erwähnt, da man sie von 3. Jh. bis zum 16. Jh. zu den Pfirsichen zählte. Aus dem Französischen „abricot“ dringt der Name „Aprikose“ nach West- und Norddeutschland ein, wo er bis heute gebräuchlich ist. In Süddeutschland der Schweiz und Österreich setzte sich der Name „Marille“ durch, der wahrscheinlich auf das ital. „armellino“ und ähnliche Bezeichnungen geht. Diese entstanden wieder aus lat. „armeniaca“, aus Armenien stammend. Aus den Bezeichnungen „Amarellen“, „Morellen“ wurde das Wort „Marille“.

Heuriger

Heuriger bezeichnet in Österreich sowohl einen Jungwein als auch die Lokalität, wo der Wein ausgeschenkt wird. Es kann sich dabei um eine Buschenschank, dem saisonal begrenzten Ausschank des Erzeugungsbetriebes handeln, oder um einen als Heurigen geführten Gastgewerbebetrieb. Das Recht der Weinhauer, Eigenbauwein im eigenen Haus ohne besondere Lizenz auszuschenken, geht in Österreich auf eine Zirkularverordnung des Kaisers Joseph II. von 1784 zurück. Die Ausschank wurde ursprünglich abgehalten, um den Winzern und der Bevölkerung des Ortes und der unmittelbaren Umgebung den Sturm und den Wein der aktuellen Ernte zu präsentieren.

Bootsfahrten

Nicht nur der Blick auf die Donau ist ein Erlebnis, sondern auch umgekehrt, wenn Sie in einem Boot sitzen und von dort aus die Gegend erkunden. Die Fähre Dürnstein hat sich als traditionsbewusstes Unternehmen dem Einsatz von Zillen mit historischem Anstrich verschrieben. Sie bringt Sie an jede gewünschte Stelle an den Donauufern der Wachau. Fahrten zum Heurigen, ins Museum in ein gepflegtes Restaurant oder einfach nur Freunde besuchen?
Probieren Sie eine Fahrt mit dem Klassiker auf der Donau!

Schiffahrt

Mehrere Male täglich (zwischen April und Oktober) verkehren die Donauschiffe zwischen Krems und Melk und ermöglichen Ihnen somit, die Wachau einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.
Die Tickets bekommen Sie unmittelbar vor der Abfahrt an der Anlegestelle. Sehr zu empfehlen ist auch eine Radtour in eine Richtung, um dann den Rückweg gemütlich mit dem Schiff anzutreten.